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Neue Regelung des Sonderausgabenabzugs.

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Noch nie so kompliziert – der Sonderausgabenabzug:

1. Nach neuem Recht  nun zwei unterschiedliche Töpfe.  Altersvorsorgeaufwendungen und sonstige Vorsorgeaufwendungen.

2. Im Rahmen der sog. „Günstigerprüfung“ gilt entweder das neue Recht oder das alte Recht  

    vor 2005.

3. Und damit es noch komplizierter wird: Alles ändert sich von Jahr zu Jahr bis 2019. Das alte Recht wird schrittweise in seiner Wirkung  bis 2019 von Jahr zu Jahr abgeschmolzen. Ab 2020 gilt dann nur noch das neue Recht.

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Pauschal lassen sich jetzt keine Ratschläge mehr geben, wie durch Sonderausgaben Steuern gespart werden können. Von zu vielen Faktoren hängt es ab , ob eine Sonderausgabenersparnis eintritt oder nicht!

Maßgeblich kommt es auf den beruflichen Status an: Hier muß nach Berufsstatus differenziert werden, ob Selbständiger, Freiberufler im Versorgungswerk, Gesellschafter Geschäftsführer mit Pensionszusage oder ohne PZ, Arbeitnehmer, Beamter, Rentner, Pensionär. noch schwieriger wird es, wenn der Ehegatte einen anderen Status hat. Für den Ratsuchenden Laien ist es de facto nicht mehr möglich ohne fremde Hilfe, wie z.B. durch einen Steuerberater oder Computerprogramm, sich Klarheit darüber zu schaffen, wie der Sonderausgabenabzug optimiert wird. Wir helfen ihnen, indem wir ihnen einen kostenloses Rechentool zur Verfügung stellen, mit dem jeder seine Sonderausgabenersparnis selbst berechnen kann  - und zwar für jedes Jahr bis 2019 einschließlich grafischer Darstellung bezüglich der zeitlichen Entwicklung. Danach können Sie ihre Versicherungsabschlüsse planen, bzw. überprüfen, wie viel ihre bereits abgeschlossenen Versicherungen ihre Steuern mindern. Da es maßgeblich auf den beruflichen Status ankommt. bitte um Mitteilung unter „Kommentar“ . Danach wird der Rechner  speziell für Sie konfiguriert und an ihre Emailadresse gesendet! klicken Sie hierzu oben auf „Gratis Sonderausgabenrechner“.

 

Arbeitnehmer können auch nach altem Recht vor 2005 ihre Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung als Sonderausgaben geltend machen. Da diese Abzugsmöglichkeit jedoch begrenzt ist, reicht sie für viele Versicherte nicht aus, um die von ihnen geleisteten Beiträge als Sonderausgaben berücksichtigen zu können. Das hat zur Folge, dass ein Teil der Rentenversicherungsbeiträge aus versteuertem Einkommen geleistet werden muss. Nach altem Recht werden alle Vorsorgeaufwendungen zusammengerechnet. Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen neben Beiträgen des Steuerpflichtigen zu den gesetzlichen Sozialversicherungen auch Beiträge zu privaten Kranken-, Lebens-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen. Sie sind bis zu einer Obergrenze abziehbar. Arbeitnehmer beispielsweise mit einem Arbeitslohn von über 19.175 Euro und Vorsorgeaufwendungen in Höhe von mindestens 2.668 Euro (ohne zusätzliche freiwillige Pflegeversicherung) können 2.001 Euro absetzen. Bei Ehegatten verdoppeln sich die Beträge. Höhere Beträge ergeben sich bei Selbständigen und bei Arbeitnehmern mit niedrigen Einkommen.

Ab 1. Januar 2005 wird bei den Abzugsmöglichkeiten für Vorsorgeaufwendungen getrennt in Altersvorsorgeaufwendungen und sonstige Vorsorgeaufwendungen Daneben gibt es weiterhin eigene Abzugsmöglichkeiten für Beiträge zur Riester-Rente und besondere Regelungen bei der betrieblichen Altersversorgung.

Altersvorsorge steuermindernd absetzbar

Bestimmte Altersvorsorgeaufwendungen werden ab 2005 als Sonderausgaben abziehbar sein. Das gilt für folgende Beiträge: Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Beiträge zur landwirtschaftlichen Alterskasse, Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken, die eine den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen, Beiträge zu neu zu schaffende private Leibrentenversicherungen, bei denen die erworbenen Anwartschaften nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sind. Diese Versicherung darf nur als monatliche lebenslange Leibrente nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahrs ausgezahlt werden. Der Abschluss einer ergänzenden Hinterbliebenenversicherung beziehungsweise einer Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsversicherung ist möglich. Dieses neue Vorsorgeprodukt nennt sich Rürup-Rente oder auch Basisrente und soll ab 2005 auf den Markt kommen.

Alle Beiträge zu den genannten Versicherungen einschließlich eventuell gezahlter Arbeitgeberbeiträge sind bis maximal 20.000 Euro im Jahr (Verheiratete 40.000 Euro) im Jahr 2005 zu 60 Prozent steuerlich abziehbar. Davon sind bei Arbeitnehmern allerdings 50 Prozentpunkte schon durch den steuerfreien Arbeitgeberbeitrag ausgeschöpft. Der abziehbare Anteil steigt in den Folgejahren jährlich um zwei Prozentpunkte an. Im Jahr 2006 sind somit 62 Prozent, im Jahr 2007 64 Prozent und im Jahr 2025 schließlich 100 Prozent erreicht und die Beiträge vollständig steuerfrei.

Absetzbare Versicherungen

Für die übrigen Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) und andere Vorsorgeaufwendungen (zum Beispiel private Haftpflicht- und Risikoversicherungen) wird es ab 2005 zusammen einen separaten Höchstbetrag geben. Steuerpflichtige, die ihren Krankenversicherungsschutz nicht vollständig selbst bezahlen müssen, können hierfür maximal 1.500 Euro absetzen (zum Beispiel Arbeiter, Angestellte, Personen mit Beihilfeanspruch und Rentner). Für alle anderen Steuerzahler beträgt dieser Höchstbetrag 2.400 Euro. Bei zusammenveranlagten Ehegatten steht das Abzugsvolumen jedem Ehegatten gesondert zu.

Der Sonderausgabenabzug für Beiträge zur Riester-Rente ist von den genannten Abzugsmöglichkeiten unabhängig. Sie sind bis zu den hierfür vorgesehenen Höchstbeträgen unverändert voll abziehbar. Für Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung gibt es eigene Steuervergünstigungen. Beiträge zu Kapitallebensversicherungen, die nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen werden, lassen sich nicht mehr absetzen.

Was muss ein Arbeitnehmer tun, um seine Rentenversicherungsbeiträge steuerlich geltend zu machen?

Arbeitnehmer, die außer ihren gesetzlichen Sozialversicherungsabgaben keine weiteren Vorsorgeaufwendungen haben, brauchen nichts zu veranlassen. Ihr Arbeitgeber berücksichtigt diese Abgaben schon beim Lohnsteuerabzug. Falls darüber hinaus weitere Vorsorgeaufwendungen, zum Beispiel Beiträge zu privaten Leibrentenversicherungen oder sonstigen Versicherungen, geleistet wurden und die Höchstbeträge noch nicht ausgeschöpft sind, kann sich die Abgabe einer Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt lohnen. Achtung: Auch wenn keine zusätzlichen Vorsorgeaufwendungen geleistet wurden, besteht aus anderen Gründen in bestimmten Fällen eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung, zum Beispiel bei weiteren Einkünften oder bei der Steuerklassenkombination III/V. Konkrete Auskünfte hierzu geben die Finanzämter, die Steuerberater und die Lohnsteuerhilfevereine.

Auch Rentner können ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie andere Vorsorgeaufwendungen – zum Beispiel Haftpflicht- oder Unfallversicherung – von der Steuer absetzen. Für sie gelten dieselben Höchstbeträge für sonstige Vorsorgeaufwendungen wie für Arbeitnehmer – 1.500 Euro pro Jahr –, denn Rentner bekommen zwar nicht vom Arbeitgeber, aber von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Zuschuss zur Krankenversicherung der Rentner. Auch für Rentner ist die Günstigerprüfung anzuwenden.